Theoretische Grundlage
Das Standardisierte Abklärungsverfahren orientiert sich am Modell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF), insbesondere der Version für Kinder und Jugendlichen (ICF-CY) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die ICF beschreibt gesundheitsrelevante oder mit der Gesundheit zusammenhängende Domänen auf der Ebene des Körpers (Körperfunktionen und -strukturen), der Person (Aktivitäten) und ihres Einbezogenseins in Lebenssituationen (Partizipation). Das Konzept der Funktionsfähigkeit bildet eine Brücke zwischen medizinisch-psychologischen Beschreibungen einer Störung oder eines Problems einerseits und die Förderung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen wesentlichen Beschreibung von Fähigkeiten und Potentialen. Die ICF ist kompatibel mit der ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) und mit Fähigkeitsbeschreibungen wie sie etwa in Förder- oder Entwicklungsplänen, in Lehrplänen oder für die Bildungsstandards verwendet werden. Durch die Zusammenschau von Einschränkungen und Potentialen auf dem Hintergrund der gegenwärtigen Lebenssituation kann der Bedarf adäquat eingeschätzt werden.